Schaut man sich zu verschiedenen Jahreszeiten in Ferienzentren, an Stranden und Ausflugszielen um, fällt bis in den Juni hinein auf, dass bei weitem nicht alle touristischen Einrichtungen stark ausgelastet sind. Das gilt von der Gastronomie über Tennisanlagen, Golfplätze und Wassersportschulen bis hin zu den Vergnügungsparks. Auch in der Hochsaison vermitteln durchaus nicht alle Orte das Gefühl extremer Vollheit. Selbst knackvolle Strande tagsüber sind nicht unbedingt gleichbedeutend mit Gedränge auf Promenaden und Straßen oder extremer Besetzung der Lokale. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Mallorquiner im Sommer zu den Besucherzahlen an den beliebtesten Stranden selbst kräftig beitragen, ohne touristisch ausgerichtete Infrastrukturen sonderlich in Anspruch zu nehmen. Ein Großteil der Gäste mit Halbpension bleibt zudem nach dem Abendessen im Hotel, all-inclu-sive-Bucher weitgehend auch tagsüber. Die Finca Urlauber dagegen nutzen die Gastronomie im höheren maße.
Die Kapazität der mallorquinischen Gastronomie war schon immer – gemessen an der Nachfrage – während der meisten Zeit des Jahres und sogar in der Hochsaison in fast allen Urlaubsorten überdimensioniert. Erst recht gilt das seit dem Krisenjahr 2009. Urlauber dürfen davon ausgehen, dass Mallorca außerhalb der Hochsaison nirgendwo überlaufen wirkt, auch wenn von Mitte Juni bis Mitte September in den populären Orten einiges an Betrieb herrscht. Bis einschließlich Mai (außer um Ostern herum) bis in den Juni hinein und ab Ende September wirken die meisten Urlaubsorte eher ruhig.
Im Winter (November bis März) schließen viele Hotels und Restaurants ihre Pforten, nur in größeren Orten bleibt dann für die geringe Schar der Besucher noch genug geöffnet. Erst ab Ostern ist das Gros der touristischen Einrichtungen in Betrieb.

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