Refugium für Flora und Fauna
Kantige Felsen durchsetzt mit Macchie und knorrigen alten Ölbäumen als Relikte einer längst aufgegebenen Landwirtschaft bestimmen das Bild. Heidekraut, Rosmarin, Kreuzdorn und Zwergpalmen haben hier ihr geschütztes Biotop und natürlich auch seltene Tiere wie die endemische Dragonera-Eidechse, die auf der Liste bedrohter Tierarten stehende Samtkopfgrasmücke oder der Eleonoren-Falke.
Zu Fuß auf Entdeckungstour
Wer sich allein auf den Weg macht, Dragonera zu erkunden, dem bieten sich verschiedene Ziele an. So etwa die Leuchttürme, die an exponierter Stelle thronen. Für den Weg zum etwa 1,5km entfernten Far de Tramuntana an der Ostspitze, von dem aus man einen grandiosen Blick auf die Küste hat, benötigt man hin und zurück etwa 1 Std. Der Leuchtturm wurde 1907 in Betrieb genommen und arbeitet heute automatisch. Anstrengender – und mit ca. 4 km länger – gestaltet sich schon der Aufstieg zum höchsten Punkt der Insel, dem 356 m hoch gelegenen Puig de na Popia, den früher ein Wachtturm gegen Piraten einnahm, ab 1854 ein Leuchtfeuer, das wegen des häufigen Nebels 1910 den Betrieb jedoch einstellte. Ausgesprochen lohnend, wenn auch mit 4,5 km recht weit, ist der Weg zur westlichen Ecke der Insel, die der Far de Llebeig markiert. Diese Wanderung berührt darüber hinaus den Lebensraum der seltenen Eleonoren-Falken.
Die Nordküste von Sa Dragonera dagegen ist unzugänglich. Fast senkrecht stürzen die Felsen ins Meer. Früher sammelten hier die Küstenbewohner unter Lebensgefahr eine Flechte, die als Textilfarbstoff begehrt war, heute nisten hier Seevögel.
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