Kaum 2 km weiter und man bekommt das auch im Tourismus bestehende soziale Gefalle deutlich vor Augen geführt. Nach wie vor sind die Hänge dicht bebaut, jetzt aber mit den schicken Appartementhäusern und Villen von Nietes, die sich hinter viel Grün verstecken. Den Küstenstreifen haben sich private Clubs gesichert. Nicht anders im angrenzenden Bendinat, wo das neue Wellness-Hotel Lindner sich ein großes Areal abgesteckt hat, allerdings ohne Meeresblick.
Den Luxus auf die Spitze treibt Portals Nous mit seinem Hafen Porto Portals, wo die Millionenyachten dicht an dicht liegen, darunter bemerkenswerterweise kaum Segelschiffe, bei denen es ja nicht reicht, den Gashebel nach vorn zu schieben. Erstaunlich auch, dass das >gemeine Volk< ungehindert die Kaimauer entlangschlendern kann, um seinem Sozialneid freien Lauf zu lassen. Man will offensichtlich seinen Luxus zur Schau stellen.
Nicht von ungefähr haben sich, gewissermaßen in Symbiose, einige Nobelrestaurants zu den Booten gesellt, darunter der seit Jahren unangefochtene Spitzenreiter Tristan des deutschen Sternekochs Gerhard Schwaiger.
Fast verloren thront oberhalb die kleine Kapelle Ermita de Nostra Senyora de Portals, von der aus man einen großartigen Blick über die Küste genießen kann. Geweiht ist das erst 1861
errichtete Kirchlein der Schutzpatronin der Fischer.
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