Vom Coll de sa Bastida steigt die sehr schmale und kurvenreiche Ma-10 durch Wald zum Coll de Ciaret (545 m) an und führt dann ins Tal von Valldemossa. Die malerisch im Grünen gelegene, von Bergen umrahmte Kleinstadt zu Füßen des Teix (1064 m) wäre an sich schon eine Reise wert, zieht aber die Besucherscharen vor allem wegen des ehemaligen Kartäuserklosters Cartuja de Jesus Nazareno (Cartuja de Valldemossa, Reial Cartuja) an. Es ist erstaunlich, dass die Touristen dem Ort selbst relativ wenig Beachtung schenken, gehört er doch mit seinen malerisch engen, blumengeschmückten Gassen, den Treppen und Durchgängen zu den schönsten der Insel. Es verwundert nicht, dass sich Künstler von Valldemossa inspiriert fühlen und hier ihre Ateliers haben, etwa Nils Burwitz, Bernat Reull und Bruno Zupan. Lange vor der Klostergründung war das Hochtal von Valldemossa beliebter Siedlungsort. Bis in prähistorische Zeit reichen die Spuren; bereits Römer und Mauren bestellten hier ihre Äcker, und die Seeräuber hatten einen begehrlichen Blick auf das fruchtbare Tal geworfen. Die Bauern wussten sich indes zu verteidigen und brachten den Korsaren Barbarossas 1552 eine Niederlage bei, die ihnen den Frieden sicherte.
Das historische Zentrum gruppiert sich um die Pfarrkirche Sant Bartomeu, die 1245 gegründet, später aber gotisch verändert wurde. Auffallend der mit einem Aufsatz versehene Turm, der dem des Klosters ähnelt. Die Kirche steht im Zeichen der im Carrer de sa Rectoria geborenen und uns auch außerhalb des Gotteshauses auf Kachelbildern begegnenden hl. Catalina Tomas. In der Gasse links neben der Kirche steht ihr Denkmal.
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