Das größte Höhlensystem der Balearen ist schon seit dem Altertum bekannt und diente später als Zuflucht bei Piratenüberfällen, war aber immer schon, wie es der Name Drachenhöhle andeutet, von Legenden umwoben. Bereits im 14. Jh. machte man sich im Auftrag des Gouverneurs auf die Suche nach den Schätzen des Templerordens, jener mächtigen Mönchsgemeinschaft, die der Papst 1312 auflöste. Später sollen auch Piraten das Labyrinth als Versteck für ihre Beute genutzt haben.
Erst Ende des 19. Jh. erforschte der Franzose Eduard-Alfred Martel im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung Erzherzog Ludwig Salvators die gesamte Ausdehnung des Systems. Der Schatz, den er fand, wiegt heute alle Truhen voller Perlen und Goldmünzen auf, die hier vermutet wurden – es ist die Wunderwelt selbst, deren Marktwert angesichts der Touristenströme unermesslich scheint.
Durch stalaktitengeschmückte Säle mit klangvollen Namen läuft man vom Eingang hinab zum angeblich größten unterirdischen See der Welt. Licht- und Tontechnik setzen das 180 m lange, bis
zu 40 m breite und 5-8 m tiefe Gewässer mit großem Aufwand in Szene. Lautlos gleiten mit Musikern besetzte Kähne aus dem Dunkel, und der Raum füllt sich mit den Klängen klassischer Musik, die im Zusammenspiel mit fantasievollen Lichteffekten eine einzigartige Wirkung erzielen, zumal sich die Höhlen hinsichtlich der Akustik mit den besten Konzerthallen messen können. Nach der auf den Geschmack der breiten Massen abgestellten Vorstellung kann der Besucher, sofern er Geduld aufbringt, zuweilen selbst ein Boot besteigen und sich zum anderen Ufer übersetzen lassen. Angesichts des Spektakels kommt die Besichtigung der eigentlichen Attraktion, der über Jahrtausende gewachsenen Stalaktiten, leider zu kurz. Besuchen Sie die Coves del Drac bei einen Urlaub im Landhotel Mallorca aufenthalt auf der Insel in Spanien.
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